Auszug aus der Geschichte von Moos

Die Gemeinde Moos wurde erstmals unter dem Namen "Moose" im Jahre 1325 in den Geschichtsbüchern erwähnt. Weitere Eintragungen unter dem Namen " Moß" und Moos, abgeleitet von Moor und sumpfigen Niederungen gehen auf das Jahr 1476 zurück.
Im Wappen des 1973 als letzten Stadtteil zur Kreisstadt Bühl eingemeindeten Ortes ist das Hufeisen aufgeführt, welches an die einstige Pferdehaltung im Ort erinnert.

Die Siedlung Moos entstand aus dem Meierhof des Klosters Schwarzach , zu dessen Gerichtsbezirk der Ort auch bis 1803 zählte.

Im 30 jährigen Krieg wurde Moos nahezu fast vollständig zerstört, und aus alten Akten geht hervor, dass der Ort im Anschluß an den Krieg acht Jahre lang nicht bewohnt war.

Mit dem Jahre 1809 wurde Moos zur eigenen Pfarrei. Die im Barockstill 1784 bis 1788 erbaute und an der Westseite mit einem 37 Meter hohen Turm ausgestatte Pfarrkirche St. Dionys steht nun seit mehr als 210 Jahre im Mittelpunkt des Dorfes. Dies nicht nur im geographischen , sondern auch im religiösen und geistig kulturellen Sinne. In der Kirche sind viele wertvolle Gegenstände, so z.B. eine sehr wertvolle, aus dem 16. Jahrhundert stammende Pieta , ein Holzplastik des Meisters von Hagenau, aufbewahrt. Nachdem der Friedhof unter Bürgermeister Erwin Haungs gänzlich umgestaltet wurde, bauten die Mooser in Eigenarbeit im Jahre 1972 eine sehr schöne Einsegnungshalle vor dem Friedhof. Auf dem Friedhof sind neben den sterblichen Überresten des bekannten Heimatforschers Dr. Karl Reinfried auch die Überreste einiger in Moos einst tätigen oder aus der Gemeinde stammenden Geistlichen aufgebahrt.

Bereits Ende der Sechziger Jahre wurde Moos an die zentrale Trinkwasserverorgung angeschlossen und mit der Flurbereinigung konnte für die stetig wachsende Gemeinde Moos neuer Wohnraum geschaffen werden. Hieraus entstanden die Neubaugebiete " Eilssee und Aufeld". In Gedenken an den Heimatforscher Karl-Reinfried trägt die Gemeindehalle dessen Namen und hält somit sein Andenken für die kommenden Generationen wach.

Aus der jüngsten Vergangenheit sind die neu angeschaften Ortstafeln an den vier Ortseingängen zu erwähnen, welche in mühevoller Handarbeit geschnitzt wurden.

Die Gemarkungsfläche von Moos umfasst 548 Hektar. Davon sind 79 Hektar Waldfläche. In der Gemeinde leben derzeit an die 800 Einwohner