1979-1990

Die folgenden Jahren unter Dirigent Siegfried Schulze wurden genutzt, um das Niveau der Trachtenkapelle Moos ständig zu steigern, was sich in zahlreichen Auftritten innerhalb und außerhalb von Moos dokumentierte, wie zum Beispiel bei verschiedenen Kreistrachtenfesten des Bund Heimat und Volksleben, bei der Landesgartenschau in Baden-Baden, beim A- Jugendländerspiel Deutschland gegen Frankreich in Bühl, wo ein Platzkonzert gegeben wurde und die Nationalhymnen abgespielt wurden oder beim befreundeten Musikverein in Niederlosheim/Saarland, wo ein Sommerfest mitgestaltet wurde. Weiterhin wurde Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre die Nachwuchsarbeit intensiviert und viele der damaligen Jungmusiker legten die entsprechenden Jungmusikerleistungsabzeichen des BDB ab und sind heute wertvolle Stützen und Leistungsträger in der Trachtenkapelle Moos.
Die Trachtenkapelle 1978

Im Vorgriff auf den 10. Geburtstag als Trachtenkapelle wurde im Juni 1982 zum erstenmal in Moos ein großes Trachtenfest veranstaltet. Viele Trachtenträgerinnen und Trachtenträger aus den Mitgliedsvereinen des Bund Heimat und Volksleben zogen in einem Festzug durch Moos und unterhielten die begeisterten Zuschauer mit Ihren Vorträgen. Bis Ende 1983 war das musizieren beim Musikverein Trachtenkapelle Moos ausschließlich Männersache. Durch den Vereinseintritt von Elke und Nicole Geißler, sowie Petra Grabowski (heute: Petra Meier) im November 1983 änderte sich dieser Zustand und heute sind die weiblichen Musikerinnen nicht mehr aus dem Erscheinungsbild der Trachtenkapelle wegzudenken.

Anfang des Jahres 1984 mussten sich die Musikerinnen und Musiker der Trachtenkapelle für immer von Ihrem langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Josef Lorenz verabschieden, der plötzlich und unerwartet verstorben war.

Durch die zunehmende Anzahl von jungen und jugendlichen Musikern in der Kapelle, wurde 1986 zum erstenmal ein Jugendsprecher gewählt, der die unter 25-jährigen in der Vorstandschaft vertreten sollte.. In dieses Amt wurde damals Manfred Trapp gewählt. Beim Osterkonzert 1986 erklangen zum erstenmal Saxophonklange bei der Trachtenkapelle Moos. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich am 7. Dezember 1986 die traurige Kunde vom plötzlichen Tod des Dirigenten Siegfried Schulze, der bei Musikern und der Bevölkerung von Moos gleichermaßen beliebt und geschätzt war. Für seinen guten Freund Siegfried Schulze übernahm Musikdirektor Willy Schütz-Erb aus Obersasbach übergangsweise die musikalische Leitung des Vereines, wo im Rahmen des Osterkonzertes 1987 der neuverpflichtete Dirigent Alfred Hess aus Rastatt vorgestellt wurde und auch als Trompetensolist seine Feuertaufe mit Bravour bestand. Unter Stabführung von Alfred Hess entwickelte die Trachtenkapelle Moos ihre musikalischen Fähigkeiten vor allem im volkstümlichen Bereich stark weiter und Alfred Hess machte auch immer wieder als Solist auf der Trompete auf sich aufmerksam. Mit Alfred Hess hatte man einen jungen Dirigenten verpflichtet, der schnell einen guten Draht zur Kapelle, zum Umfeld und zum Publikum entwickelte.
Dirrigent Hess

Das Musikfest vom 24. bis 27. Juni 1988 anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Musikverein Trachtenkapelle Moos, war als erstes der Jubiläumsfeste einmal vom Wettergott verwöhnt und fand laut Niederschrift in den Vereinsanalen bei "herrlichem Sommerwetter" statt. Größere Veränderungen in der Vorstandschaft gab es im Jahr 1989: Der langjährige 1. Vorsitzende Erwin Küstner, der den Verein in seiner 12-jährigen Amtszeit auf einen sehr guten und ansehnlichen Stand gebracht hatte, stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. Zu seinem Nachfolger an der Vereinsspitze wurde der bisherige Schriftführer Hermann Nöltner gewählt. Das Schriftführeramt übernahm dann Karl Haungs jun.. Aufgrund der immer zahlreicher werdenden Aufgaben in der Vereinsführung, wurden im Jahr 1989 auch die Anzahl der aktiven Beisitzer von bisher zwei auf vier erhöht. 1989 wurde Werner Ruschmann, Reinhard Ell, Hans-Peter Ernst und Klaus Haungs zu aktiven Beisitzern gewählt Die Ämter des 2. Vorsitzenden (Willi Ernst), Kassiers (Walter Ruschmann) und der beiden passiven Beisitzer (Manfred Maurath und Karl Haungs sen.) blieben weiter in altbewährten und erfahrenen Händen.

Das optische Erscheinungsbild der Trachtenkapelle bei Auftritten wurde durch die erstmalig Einführung von Pulttüchern mit dem Vereinswappen anlässlich des Osterkonzertes 1990 positiv abgerundet.

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